Reisen
Eine Reise zu den Wurzeln
unserer Lieblings-Cocktails.
Von Amerika über Europa bis in die Karibik: Hinter unseren Lieblings-Cocktails stecken
Geschichten, Zufälle und jede Menge Fernweh im Glas.
Kuba
Kuba – vom Hausmittel zum Cocktail. Schon Vorläufer des Mojito kombinierten Zuckerrohrschnaps mit Limette und Minze. Limette, Minze und Zucker wurden dabei auch mit gesundheitlichen Wirkungen verbunden – aus solchen Mischungen entwickelte sich später der kubanische Klassiker.
USA
USA – mit Wurzeln in der Seefahrt. Zitrusfrüchte waren auf langen Seereisen wichtig, weil Vitamin C Skorbut vorbeugt. Spirituose, Zitrone und Zucker bildeten zudem eine bewährte Kombination – im 19. Jahrhundert entstand daraus die Cocktailfamilie der Sours und schließlich der Whisky Sour.
USA – Cocktail in seiner Urform. Spirituose, Zucker, Wasser und Bitters entsprechen fast der ursprünglichen Definition eines Cocktails aus dem frühen 19. Jahrhundert. Spannend dabei: Bitters wurden ursprünglich auch als medizinische Tonika und Verdauungsmittel verkauft.
Popkultur
Popkultur statt Medizin. Der Purple Rain gehört zu den modernen Cocktails und besitzt keinen eindeutig belegten Erfinder. Name und violette Farbe werden mit Prince und seinem Welthit „Purple Rain“ verbunden – hier stand von Anfang an der Showeffekt im Vordergrund.
Brasilien
Brasilien – Früchte treffen Cachaça. „Batida“ bedeutet sinngemäß geschlagen bzw. gemixt. Cachaça wurde mit Zucker und heimischen tropischen Früchten kombiniert – mit Maracuja entstand eine besonders beliebte Variante.
Brasilien – angeblich begann alles als Hausmittel. Einer bekannten Geschichte zufolge wurde eine Mischung aus Limette, Honig, Knoblauch und Cachaça gegen Erkältungs- bzw. Grippesymptome verwendet. Knoblauch und Honig verschwanden, Zucker kam hinzu – und aus dem Hausmittel wurde ein Cocktail.
Italien
Florenz, um 1919 – einfach stärker, bitte! Graf Camillo Negroni soll seinen üblichen Americano kräftiger bestellt haben. Der Barkeeper ersetzte das Sodawasser durch Gin – und aus einem Sonderwunsch wurde einer der berühmtesten italienischen Cocktails.
Britisch-Indien
Britisch-Indien – Medizin, die besser schmecken sollte. Chinin wurde zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria eingesetzt, war aber extrem bitter. Briten kombinierten das chininhaltige Tonic mit Gin, um es angenehmer zu machen – daraus entwickelte sich der Gin Tonic.
Puerto Rico
Puerto Rico – Karibik zum Trinken. In den 1950er-Jahren wurde die Kombination aus Rum, Kokos und Ananas in Puerto Rico berühmt. Anders als Gin Tonic oder Caipirinha entstand sie nicht als Heilmittel, sondern als tropischer Genuss- und Urlaubsdrink.
Kein festes Herkunftsland
Kein klassischer Cocktail – aber ein uralter Name. Für „Drachenblut“ gibt es kein historisch festgelegtes Cocktailrezept. Spannender Fun Fact: Drachenblut bezeichnet seit der Antike ein tiefrotes Pflanzenharz, das unter anderem als Farbstoff und in der traditionellen Medizin verwendet wurde.